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01.04.2018

Umsatzkiller Baustelle?

Neuer Leitfaden der IHK gibt Tipps zum erfolgreichen Baustellenmanagement und -marketing

Die verkehrliche Erreichbarkeit zählt nach wie vor zu den wichtigsten Standortfaktoren für Unternehmen. Dies belegen regelmäßig die von der IHK Trier durchgeführten Standortumfragen unter ihren Mitgliedsunternehmen. Gerade im ländlichen Raum ist hierbei die Erreichbarkeit über die Straße von herausragender Bedeutung. Um diese auf Dauer zu gewährleisten, muss daher dem Erhalt und bedarfsgerechten Ausbau der Infrastruktur auf allen Ebenen eine zentrale Rolle beigemessen werden.

Steigende Temperaturen lassen Baustellen aus dem Boden sprießen
Mit dem Ende des Winters und dem allmählichen Ansteigen der Temperaturen kehren in zahlreichen Straßen die Baustellen zurück. Die in den vergangenen Jahren vielerorts allgegenwärtig erscheinenden Bauzäune und Warnbarken sind ein deutliches Zeichen dafür, dass nach jahrelangen Versäumnissen gerade auch in der Region Trier versucht wird, mit deutlich erhöhten Mitteln für den Straßenerhalt dem Nachholbedarf in Sachen Infrastruktur gerecht zu werden.

Nicht nur für Pendler sondern insbesondere auch für betroffene Unternehmen stellt dies in vielen Fällen eine erhebliche Belastung dar. Gerade Baustellen, die mit einer längeren Vollsperrung und langen Umwegen für Kunden einhergehen, sind vielfach verbunden mit deutlichen Kunden- und Umsatzeinbrüchen, die in einigen Fällen sogar bis zur Existenzgefährdung reichen können. Insbesondere Einzelhandelsunternehmen sind hiervon häufig betroffen, aber auch gastronomische oder touristische Betriebe, die in besonderem Maße von einer guten Erreichbarkeit abhängig sind.

Alle Beteiligten sind gefordert
Wie aber kann der Worst Case, die Geschäftsaufgabe infolge von Umsatzeinbrüchen aufgrund einer Baustelle, vermieden werden? Wie lassen sich Negativeffekte einer Baustelle wie Lärm, Schmutz, Abgasemissionen, Parkplatzengpässe und Verkehrsumleitungen auch zeitlich auf das notwendige Minimum beschränken, ohne den wünschenswerten und notwendigen Infrastrukturausbau zu vernachlässigen? Unabdingbar ist eine sorgfältige und langfristige Planung, derartiger Baumaßnahmen – eingebettet in ein vernünftiges Baustellenmanagement und flankiert durch ein geeignetes intensives Baustellenmarketing. Eine Aufgabe, die alle an einer Baustelle Beteiligten und Betroffenen fordert.

Gemeinsam gegen Umsatzeinbrüche
Welche Anforderungen Bauträger im Rahmen des Baustellenmanagements erfüllen sollten, welche finanziellen Entlastungs- und Entschädigungsmöglichkeiten für betroffene Gewerbetreibende bestehen und wie Bauträger und Betriebe im Rahmen eines Baustellenmarketings gemeinsam versuchen können, die negativen Auswirkungen einer Baustelle auf ein Minimum einzudämmen und die an sich erfreuliche Verbesserung der Infrastruktur beim Kunden in den Fokus zu rücken, darüber informiert die IHK Trier in ihrer neuen Broschüre „Umsatzkiller Baustelle? – IHK-Leitfaden zum Baustellenmanagement und -marketing“. Sie richtet sich an sämtliche an einer Baustelle Beteiligten – von der öffentlichen Verwaltung, kommunalen Bauämtern, Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketinggesellschaften, Bauunternehmen bis hin zum betroffenen Gewerbetreibenden sowie den Bürgern. Sie alle können sich einen ersten Überblick verschaffen, mit welchen Maßnahmen die Baustelle zum gemeinsamen Erfolg werden kann, ohne gerade gewerbliche Anlieger in ein existenzgefährdendes Umsatzloch zu stürzen.
Neben Tipps zur notwendigen Information und Zusammenführung aller relevanten Akteure vor und während der Baustelle, einer Übersicht der relevanten Bauakteure sowie entsprechender Ansprechpartner und Informationsportale bietet die Broschüre Anregungen, wie für Unternehmen in der Bauphase eine finanzielle Entlastung oder Unterstützung erreicht werden kann. Auch der vielfach von Betroffenen erfragten, jedoch nur sehr selten gewährten finanziellen Entschädigung widmet sich die Broschüre. Sie steht unter www.ihk-trier.de/p/Baustellenmanagement_und_marketing-2483.html allen Interessenten kostenlos als PDF-Datei zum Download zur Verfügung.



Info

Blickpunkt Wirtschaft
Artikelart: Wirtschaftstrends
Ausgabe: April 2018




Autor

Wilfried Ebel
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